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sub: og-page_tit: Garten der Villa Bleuler og-page_des: Die zum Abbruch vorgesehene Villa konnte die Stadt in den 1980er Jahren retten. Im verwunschenen Garten haben wir einige verloren gegangene Elemente wiederhergestellt. Das «Auge» im rekonstruierten Rasenrondell bindet die unterirdisch liegende Bibliothek in die Gesamtanlage ein. og-page_kwd: Landschaftsarchitektur, Themen, og-page_url: https://hager-ag.ch/de/project/eyz707_ehm883_toj568/ [open] og-page_img: https://hager-ag.ch/db_data/pro/eyz707_ehm883_toj568/image01_web.jpg [open]
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Garten der Villa Bleuler, Zürich

Viele der alten Villengärten sind heute parzelliert und überbaut, nur wenige erhalten geblieben. Die späthistoristische Gartenanlage von Otto Fröbel und Evariste Mertens zur 1887 errichteten neutoskanischen Villa von Architekt Alfred Bluntschli sollte in den 1970er Jahren überbaut werden. Glücklicherweise konnte die Stadt Zürich die Villa und den Garten 1973 unter Schutz stellen und 1983 kaufen. Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaften SIK erbaute vor dem Haupteingang eine unterirdische Bibliothek. Ein linsenförmiges Oberlicht im wiederhergestellten Rasenrondell sorgt für eine natürliche Belichtung des unterirdischen Leseraums, der damit sowohl von Innen als auch von Aussen als zentraler Bestandteil der Gesamtanlage erlebbar wird. Andere bauliche Elemente im Freiraum haben wir restauriert, zum Beispiel die Zäune, oder rekonstruiert, wie die verwitterten Pergola-Aufbauten. Die Atmosphäre im Garten wird durch die Patina des Alters bestimmt – mit dem Moos an den dicken Stämmen, dem waldartigen Unterwuchs unter den grossen Bäumen oder der dicken, weichen Kiesschicht. Mit der Sanierung haben wir die Spuren der Vergänglichkeit, eine Besonderheit von alten Gärten, bewusst erhalten. Die neu bepflanzten Staudenrabatte verdeutlichen die verschwenderische Üppigkeit von historischen Villengärten. Die einfühlsamen Gärtner der «Grün Stadt Zürich» vermögen den Garten in einem Zustand zu halten, der uns glauben macht, die Natur würde das alles von alleine schaffen. So wird jene Sehnsucht nach unverfälschter Natur spürbar, die ein Garten in uns zu erwecken vermag.

Bauherr
Grün Stadt Zürich
Projektdaten
Parkpflegewerk 1986
Realisierung 1992-1993
Fläche 6'800 m²
Projektteam
Nicole Newmark

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