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sub: og-page_tit: Denkmäler og-page_des: Aus dem Wissen über die Geschichte kann ein neues Verständnis für einen Ort erwachsen. Der Blick in die Vergangenheit bildet die Grundlage für die zukünftige Gestaltung eines Freiraums. og-page_kwd: Landschaftsarchitektur, Themen, Denkmäler og-page_url: https://hager-ag.ch/de/topics/denkmaeler/ [open] og-page_img: https://hager-ag.ch/db_data/top/denkmaeler/image_web.jpg [open]

Denkmäler

Im respektvollen Umgang mit der Geschichte und den erhaltenen Spuren liegt der Schlüssel für eine nachhaltige und identitätsstiftende Gestaltung von Freiräumen. Den tradierten Elementen wird bewusst eine neue Schicht hinzugefügt.
Die Auseinandersetzung mit der Geschichte eines Ortes macht uns Landschaftsarchitekten zu »Zeitverstehern« und birgt vielfältige Potenziale für Gegenwart und Zukunft. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte, der Aufnahme und Analyse des Bestands geht es vor allem um eine gartendenkmalpflegerische Würdigung. Mit unseren Entwürfen wollen wir nicht nur vorhandenes konservieren oder rekonstruieren, sondern aus dem Alten etwas Neues entwickeln, das den heutigen Ansprüchen der Menschen entspricht. Durch die Transformation der historischen Dimension eines Ortes werden nachhaltige Freiräume mit identitätsstiftender Wirkung erschaffen.
Der Botanische Garten Berlin ist mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22`000 verschiedenen Pflanzenarten der zweitgrößte Botanische Garten Deutschlands und der viertgrößte Garten weltweit. Er ist der Freien Universität Berlin zugeordnet und hat den Status einer fakultätsunabhängigen Zentraleinrichtung. Im Rahmen einer Fördermaßnahme werden gegenwärtig in 10 Teilprojekten Neuplanungen, Weiterentwicklungen und Sanierungen im Hinblick der besonderen Bedürfnisse zwischen öffentlicher Nutzung, Lehre und Denkmalschutz abgewogen und realisiert.
Mit dem Sommerblumen- und Staudengarten wurde einer der Sondergärten in dem über 88 ha großen Treptower Park auf Basis des Parkpflegewerkes zeitgemäß weiterentwickelt, erweitert und teilweise neu konzipiert. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf eine nachhaltig attraktive Pflanzenauswahl und denkmalgerechte Sanierung von Bauelementen gelegt.
Die Besonderheiten dieses wertvollen Gartendenkmals werden über eine veränderte Pflege stärker hervorgehoben. Dazu gehört das Öffnen von zugewachsenen oder verstellten Sichtbezügen und die kulissenartige Bestockung der weiten Wiesen. Das Sanieren vom Hof oder Wasserspielen stärken die Ideen der ursprünglichen Besitzerin.
Dem mehrmals umgestalteten Gartendenkmal wurden wieder seine ursprünglichen Proportionen zurückgegeben. Unter Erhalt der alten Bäume wurden die Wechselflor-Beete neu interpretiert. Anstelle der Orangerie trennt eine Eibenlaube das Parterre von den Grabengärten.
Der im Zweiten Weltkrieg verwüstete Blumengarten diente ab den 1960er Jahren als Sommergastronomie. Für die Weltausstellung EXPO 2000 wurde der Blumengarten zu seiner ursprünglichen Bestimmung mit der ehemaligen Gliederung in drei Bereiche zurückgeführt, aber zeitgenössisch interpretiert.
Der Garten von 1760 gilt als einer der prächtigsten Barockgärten von Zürich. Wesentliche Elemente stammen vom ursprünglichen Garten. Innerhalb des schutzwürdigen, sanierten Bestandes verweisen zeitgenössische Blumenbeete auf eine lebendige Gartenkultur.

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